Best Practices zum Einladungsnetzwerk

Im Überblick

Erhalte Erkenntnisse von deinen Kund*innen oder anderen Zielgruppen mithilfe des Einladungsnetzwerks (früher „My Recruit“) auf der UserTesting-Plattform. Befolge diese Best Practices, um das Meiste aus diesem Feature und deinen eigenen Testteilnehmenden herauszuholen.

 

Einrichtung eines Tests

Schreiben von ansprechenden Testeinladungen für das Einladungsnetzwerk

Versenden von Testeinladungen

 

Einrichtung eines Tests

Wenn du deinen Testplan erstellst solltest du stets bedenken, dass dein eigenes Netzwerk wahrscheinlich nicht mit UserTesting oder überhaupt mit der Idee, Feedback zu geben, vertraut ist. Behalte das im Hinterkopf, um den Erfolg der Testteilnehmenden zu gewährleisten!

Beginne mit offenen Fragen

Damit sich deine Testteilnehmenden wohl dabei fühlen, Feedback zu geben, beginne deinen Testplan mit ein paar einfachen Fragen. Eine einfache Art, die Testteilnehmenden zum plaudern zu bringen, ist es, ihnen Fragen über sie selbst zu stellen. Du könntest sie z. B. etwas über ihren Job, ihre Familie oder ein Hobby fragen – irgend etwas, was halbwegs einen Bezug zum Test hat. Das Ziel hierbei ist nicht, ein ganz bestimmtes Feedback zu erhalten, sondern lediglich, die Testteilnehmenden aufzuwärmen und zum Sprechen zu bringen. Wenn du Bedenken hast, dass dies zu viel Zeit in Anspruch nehmen könnte, lege einen Zeitrahmen für diese Aufgaben fest. 

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Beispiel einer offenen Frage

 

Halte es möglichst einfach

Beim Schreiben deines Testplans solltest du sicherstellen, dass deine Aufgaben und Fragen leicht verständlich sind. Vermeide komplexe Anweisungen oder komplizierte Aufgaben – je einfacher, desto besser. 

  • Aufgabenbeschreibungen sollten kurz sein. Vermeide Ausschweifungen und versuche, Aufgaben prägnant zu schreiben. Die wichtigsten Details sollten am Anfang der Aufgabe genannt werden. Das hilft den Testteilnehmenden, die jeweiligen Aufgaben zu verstehen. 
  • Gib pro Aufgabe jeweils nur eine Anweisung. So hast du auch die Dauer jeder einzelnen Aufgabe im Griff. Es ist besser, viele kurze Aufgaben zu haben, als eine einzige lange Aufgabe.

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Beispiel einer einfachen Aufgabe

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Beispiel einer komplizierten Aufgabe

 

Stelle eine Szenario zur Verfügung

Ein Szenario besteht aus 1–3 Sätzen, um die Szene für deine Testteilnehmenden zu gestalten. Durch das Hinzufügen eines Szenarios zu deinem Testplan versetzt du die Testteilnehmenden in die richtige Denkweise, um wertvolles Feedback geben zu können. Hier sind einige Best Practices für Szenarios für deine Testteilnehmenden:

  • Wiederhole, dass es bei diesem Test nicht darum geht, ihre Fähigkeiten auf die Probe zu stellen. Du bist daran interessiert, ihre Meinung zu hören.
  • Ermutige sie dazu, stets mitzuteilen, wenn etwas verwirrend oder frustrierend sein sollte.
  • Erinnere sie daran, ihre Gedanken stets laut auszusprechen. 

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Beispiel eines Szenarios

 

Führe einen Pilot-Test deines Tests durch

Bevor du den Test an deine Testteilnehmenden sendest, überprüfe den Test zuerst selbst und führe einen Pilot-Test durch. Sende deinen Testlink an dich selbst, einen Kollegen oder eine Kollegin, um die Aufgaben zu bearbeiten. Pilot-Tests stellen sicher, dass alle in der Studie enthaltenen Ressourcen richtig funktionieren und die Aufgaben für die Testteilnehmenden verständlich sind. Sie erhöhen zudem die Chance, dass du aus der Studie nützliches Feedback erhältst. 

Schreiben von ansprechenden Testeinladungen für das Einladungsnetzwerk

Nachdem du eine Einladungsnetzwerk-Studie erstellt hast, wird ein Link zu deinem Test generiert. Nun kannst du deiner Zielgruppe eine E-Mail mit einer Einladung zu deinem Test senden.

Achte vor allem auf die Betreffzeile deiner E-Mail

Die Betreffzeile ist die wichtigste Komponente deiner E-Mails. Schließlich ist die Betreffzeile das erste, das die Empfänger*innen in ihrem Posteingang sehen, und abhängig davon werden sie deine E-Mail öffnen oder eben nicht. Berücksichtige dabei Folgendes: 

  • Die Betreffzeile sollte nicht mehr als 50–60 Zeichen enthalten. Ein kurzer Betreff ist wirksamer.
  • Wenn du deinen Betreff als Frage formulierst, kann das deine Zielgruppen dahingehend beeinflussen, die E-Mail zu öffnen.

Die Verwendung von Emojis erhöht die Öffnungsrate um etwa 25 Prozent. Das ist zwar keine Erfolgsgarantie, sorgt jedoch dafür, dass sich dein E-Mail-Betreff von anderen abhebt und auffällt. Übertreibe es aber nicht. In der Regel reicht es, ein Emoji zu verwenden. Hier ist ein Mailpoet-Artikel mit einigen zusätzlichen Tipps für die Formulierung einer wirksamen Betreffzeile.

Optimiere den Text deiner E-Mail

Berücksichtige bei der Formulierung des Textes deiner Einladungs-E-Mail bitte Folgendes:

  • Füge Informationen zum Kontext des Produkts, der Dienstleistung, der Webseite usw. sowie der Arten von Aufgaben, die Testteilnehmende erwarten können, hinzu. Testteilnehmende, die deine Dienstleistung oder dein Produkt häufig nutzen, sind eher geneigt, zu antworten und daran teilzunehmen.
  • Überlege dir, die Summe anzugeben, die Testteilnehmende erhalten werden.
  • Erkläre außerdem, wie ihr Feedback von dir verwendet wird. Wecke ihr Interesse, indem du ihnen mitteilst, dass ihr Feedback wichtig ist und dass es deinem Team hilft, fundierte Entscheidungen zu treffen. Zeige ihnen, dass ihre Meinungen ernst genommen werden.
  • Überlege dir, den E-Mail-Text locker zu formulieren und einen formellen oder geschäftlichen Ton zu vermeiden.
  • Verbessere deine E-Mail stilistisch durch bestimmte Hervorhebungen, indem du Fettschrift, Kursivschrift oder Aufzählungen verwendest. 

Erstelle eine Handlungsaufforderung

  • Erstelle eine einzelne, klare Handlungsaufforderung und füge deinen Testlink hinzu. Der Text sollte nicht mehr als 40 Zeichen und idealerweise vier Wörter enthalten, um die maximale Wirkung zu erzielen.
  • Beginne mit einer Aktion. Gib den Nutzer*innen eine klare, kurze Anweisung, die sie ausführen können, indem sie auf den Link klicken. Zum Beispiel: „Mache den Test“, „Beginne jetzt“ oder „Gib Feedback“.
  • Versuche auf Wortspiele oder Dinge, die verwirrend sein könnten, zu verzichten. Es ist immer besser, Handlungsaufforderungen so deutlich wie möglich zu formulieren.

Versenden von Testeinladungen

Ermittle, wie viele Testteilnehmende du brauchst – und multipliziere diese Zahl mit 10

Ein wichtiger Unterschied beim Durchführen einer Studie mit dem UserTesting-Netzwerk im Gegensatz zu deinen eigenen Netzwerken liegt darin, dass die Conversion-Rate niedriger ist, wenn du weniger Testteilnehmende verwendest. Mitglieder deiner Netzwerke sind sehr beschäftigt und es kann schwierig sein, sie zu einer Zeit zu erwischen, in der sie bereit und in der Lage sind, Feedback zu liefern. 

Um diese Herausforderung zu meistern, empfehlen wir, die Anzahl der potenziellen Testteilnehmenden zu verzehnfachen. Wenn du beispielsweise die Antworten von mindestens fünf Testteilnehmenden brauchst, sende deine Studie an 50 potenzielle Testteilnehmende. Deine Studie wird automatisch abgeschlossen, wenn sie von fünf Personen bearbeitet wurde, also bist du auf der sicheren Seite, wenn du von vornherein mit einer größeren Anzahl beginnst. 

Du kannst auch etwas experimentieren, indem du die Tests gruppenweise an verschiedenen Wochentagen versendest, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. 

Schaffe überzeugende Anreize

Einen überzeugenden Anreiz zu haben, hilft dabei, die Wichtigkeit deiner Studie für dein Netzwerk zu erhöhen. Experimentiere mit unterschiedlichen Anreizen, abgesehen von Vergütungen in Form von Bargeld, wie:

  • Erweiterter Zugang zu einem Produkt 
  • Kostenlose oder verbilligte Produkte
  • Zugang zu speziellen Ereignissen

Ermittle die bevorzugten Kommunikationskanäle deiner Testteilnehmenden

Wenn du die bevorzugten Kommunikationskanäle deiner Zielgruppe verwendest, erhöhst du die Rücklaufquote und damit die Wahrscheinlichkeit, dass Personen an deiner Studie teilnehmen. Teile den Testteilnehmenden mit, wie ihr Feedback verwendet wird. Auch das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kund*innen an der Studie teilnehmen. 

Überprüfe die vergangenen Muster und Vorlieben deines Netzwerks. Haben sie eher auf E-Mails oder auf Instant-Messaging-Plattformen wie Slack geantwortet? Finde heraus, was bei jeder einzelnen Zielgruppe am besten funktioniert, und kommuniziere dann über die entsprechenden Kanäle mit ihnen, wenn du deine Studie veröffentlichst.

Plane den Zeitpunkt der Veröffentlichung deiner Studie entsprechend

Beim Sammeln der Kontaktinformationen deiner Zielgruppe solltest du auch immer deren Zeitzone festhalten. Wenn sich Testteilnehmende an der Ostküste der USA befinden, könnten sie deine Einladung verpassen, wenn sie nachmittags von der Westküste ausgesendet wird.

Follow-up mit Testteilnehmenden

Dies ist der letzte wichtige Schritt beim Veröffentlichen einer erfolgreichen Studie mit dem Einladungsnetzwerk. Menschen wollen grundsätzlich helfen und sie wollen wissen, dass ihr Feedback ernst genommen wird. Manchmal brauchen sie nur einen zusätzlichen Schubs, um deine E-Mail an die Spitze ihres Posteingangs zu bringen. Halte fest, wen du wann kontaktiert hast. Hake bei Personen nach, die noch nicht geantwortet haben, aber übertreibe es nicht. Wir empfehlen maximal zwei bis drei Erinnerungsnachrichten pro Testteilnehmer*in.

 

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